Seit 2008 gibt es an der Gesamtschule Weilerswist das Schul-Projekt „PATENSCHAFTEN MIT KINDERN ARMER LANDARBEITER IN BRASILIEN“.

Dabei übernehmen einzelne Klassen jeweils eine Patenschaft für ein brasilianisches Kind, sorgen durch ihren Beitrag für die schulische Ausbildung, Ernährung, medizinische Versorgung und eine wesentliche Verbesserung der Lebenssituation armer Landarbeiterkinder im Nordosten Brasiliens.

Im 8.Jahrgang gibt es 4 Patenkinder (José Lúcio / 8.1 ;  Nayane / 8.3 ;  Josenívea / 8.4 und Adilson / 8.5) , im 7.Jahrgang werden 3 Patenkinder betreut ( Daniel / 7.1 ;  Josélio / 7.2 und 7.5 ;  Noelclode / 7.3 und 7.4 ) , der 6.Jahrgang hat 4 Patenkinder (Heloisa/6.1; Everton/6.2; Laniel/6.3 und 6.5 und Gabriela/6.4). (Fotos s. hier)

Auch die Schüler/innen des neuen 5.Jahrgangs, ihre Eltern und Lehrer/innen haben jetzt große Bereitschaft gezeigt, dieses Schulprojekt weiter zu führen.

Damit unterstützen wir bereits 15 Patenkinder, an diesem Projekt beteiligen sich über 350 Schüler/innen mit ihren Eltern und Lehrern.

Die ersten Briefe der Patenkinder aus Brasilien sind bereits angekommen, jetzt werden Antwortbriefe geschrieben und zusammen mit einem Klassenfoto auf die lange Reise nach Brasilien geschickt. Eine Ecke der Klasse wird zur „Patenkind-Ecke“ mit Foto und Brief. In einer Projektwoche werden sich die Schüler/innen mit dem Thema „Brasilien – das Land unserer Patenkinder“ noch näher beschäftigen.

   
   

Patenschaft für ein brasilianisches Kind armer Landarbeiter

In einer der ärmsten Regionen Brasiliens, dem trockenen Norden Bahias, wächst wegen der Wasserarmut und dem durch den langen Zuckerrohranbau ausgemergelten Boden nur noch Sisal. Der Weltmarktpreis für Sisal ist allerdings sehr niedrig. Wenn auf dem üblichen Weg über Aufkäufe großer Firmen und Zwischenhändler dieser Sisal verkauft wird, bleibt den Landarbeitern, die den Sisal mit harter Arbeit kultivieren, viel zu wenig. Der Wochenlohn bei 10-stündiger harter Arbeit beträgt 7 Euro. Davon kann man sich selbst nicht ausreichend ernähren, geschweige denn eine Familie. 1980 litten 65% der Bevölkerung in dieser Region unter Hunger und Mangelerscheinungen.

1980 wurde die APAEB(Associacao dos Pequenos Agricultores do Municipio de Valente)

gegründet , eine Genossenschaft, die die Landarbeiter und die Kleinbauern dieser Region

vereinigte. Eine Sisalfabrik, Verkaufsläden für Sisalprodukte, ein kleiner Supermarkt, eine Mikrobank, Joghurt- und Ziegenkäseherstellung, Ziegenlederprodukte, die Errichtung von Zisternen und Brunnen, eine eigene Schule(EFA), kulturelle Veranstaltungen, ökologische und technische Kurse wurden seitdem von dieser Genossenschaft eingerichtet und führten zu einer Verbesserung der Lebenssituation.

Die schwierigste Lage aber haben die Kinder. Nach den 4 Pflichtschuljahren in schlecht ausgestatteten staatlichen Schulen müssen viele den Eltern auf dem Feld helfen, um auch ein wenig Geld zur Familienkasse beizusteuern. Dies führt zu einem Teufelskreis aus mangelnder Bildung, Armut und Hoffnungslosigkeit.

Hier greift die Patenschaft ein. Für 31 € im Monat kann ein Kind eine große Chance erhalten:

-       4 weitere Jahre Schule, kombiniert mit einer Berufsausbildung

-       Ein Internatsplatz mit Übernachtung und 3 Mahlzeiten

-       Medizinische Versorgung

-       Alle notwendigen Schulmaterialien

-       Anlegen einer Reserve auf einem Konto für die Zeit nach der Schule und als Start in das Berufsleben

31 € im Monat, das bedeutet: wenn eine Schulklasse diese Patenschaft übernimmt und sich alle beteiligen, dann kostet das 1 € im Monat !

Mit so wenig Kosten kann man kaum irgendwo so effektiv helfen.

Dieses Schulprojekt wurde 2008 gestartet, bis heute (Stand März 2012) beteiligen sich ca. 350 Schüler/innen mit ihren Eltern und Lehrern. 15 Patenkinder werden von den 19 beteiligten Klassen in vier Jahrgängen unterstützt.

Die Kontaktorganisation ist die Stiftung Entwicklungshilfe, die das Geld zu 100% nach Brasilien weitergibt.

Zur näheren Information die Links:

www.entwicklungshilfe3.de/patenschaften-brasilien   und

www.apaeb.com.br   (diese Seite ist in Portugiesisch, aber die Fotos vermitteln einen guten

Eindruck von der Arbeit der APAEB)

Wer sich intensiver informieren möchte, kann sich auf der Seite der Stiftung Entwicklungshilfe  ein PDF-Dokument herunterladen. Dort wird die gesamte Situation genau erklärt.

 

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