Inklusion an der Gesamtschule Weilerswist

 

Rechtsgrundlage

Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2008 hat sich die Bundesrepublik wie alle anderen Vertragsstaaten dazu verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen zu gewährleisten. Damit soll das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Unterstützungsbedarf zum Regelfall werden.

 

Inklusive Schule

Seit dem Schuljahr 2012-13 hat sich die Gesamtschule Weilerswist auf den Weg gemacht Inklusion Wirklichkeit werden zu lassen. Seit dem Schuljahr 2018-19 ist sie ausgewiesene Schule des gemeinsamen Lernens. Sehr viel relevanter als diese offizielle Bezeichnung ist das Konzept, das hinter dieser Bezeichnung steht und das im Sinne der Schulentwicklung permanent weiter gedacht und realisiert wird. Das bedeutet, dass die Schule sich inklusiven Werten verpflichtet fühlt, wie sie im „Index für Inklusion“[1] beschrieben werden. Die Werte, denen wir uns besonders verpflichtet fühlen, heißen: Bildungsgerechtigkeit, Partizipation, Nachhaltigkeit, Demokratisierung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung. Sie sind zugleich die Zielvorgaben auf dem Weg zu einer guten gesunden Schule gemeinsamen Lernens für alle in ihr tätigen Menschen.

 

Personen

Inklusion hat in der Gesellschaft wie in der Schule in erster Linie mit Menschen zu tun. Auf der Seite der Lernenden sind das die Kinder und Jugendlichen, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise der Hilfe und Unterstützung bedürfen. Inklusiv zu denken, bedeutet in diesem Zusammenhang auch, dabei sensibel zu sein für alle Kinder und Jugendlichen, auch über die mit ausgewiesenem Unterstützungsbedarf hinaus. Inklusion tut so allen gut!

Inklusion zu leben ist tägliche Aufgabe aller. Wenn von einem multiprofessionellen Team die Rede ist, dann sind alle gemeint, die sich in Schule um Kinder und Jugendliche kümmern. Regelschullehrkräfte arbeiten eng zusammen mit Sonderpädagoginnen und  Sonderpädagogen, im Unterricht,  in der Begleitung und Beratung, in Konferenzen und Projekten. Ihren besonderen Blick im Sinne eines erweiterten Inklusionsbegriffes hat in diesem Handlungsfeld die Schulsozialarbeiterin. Seit dem Schuljahr 2019-20 wird die inklusive Arbeit verstärkt durch eine Fachkraft im Bereich Arbeitslehre.

Kooperationen

Grundlage für die individuelle Förderung ist die enge Zusammenarbeit mit medizinisch-therapeutischen Einrichtungen und Institutionen.

Räume

Gelebte Inklusion braucht Raum. Viele inzwischen den Bedürfnissen angepasste Räume (Nebenräume, Schallschutz u.Ä.) spiegeln das wider. Die Gemeinde Weilerswist als Schulträger unterstützt die Schule in der Schaffung baulicher und technischer Voraussetzungen nach Kräften. Zwei Räume sind zur Insel geworden. Inselräume sind sie im wörtlichen Sinne Rückzugsmöglichkeit für die Kinder und Jugendlichen und bieten Raum für verstärkte individuelle Begleitung. Sie sind durchgehend besetzt und entlasten so den Unterricht und die anderen Kolleginnen und Kollegen.

 

Inklusion bleibt dauerhafte Herausforderung und Aufgabe.

Sie zeigt sich in einer inklusiven Schulkultur, inklusiven Strukturen und einer inklusiven Praxis!

 

[1] Booth/Ainscow, Index für Inklusion, 22019

 

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