Schulprogramm

 

Wer im Konzert oder Theater wissen will, was gespielt wird, ersteht ein Programmheft und entnimmt ihm, wer welches Stück zur Aufführung bringt und die Hintergründe zu Werk und Autor.

Wenn bislang von einem Schulprogramm die Rede war, dann verbanden viele damit eine in Papierform gebrachte Dokumentation des Ist-Zustandes. Einem solchen Verständnis nach ist ein Schulprogramm schon zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung veraltet.

Wer ein Schulprogramm liest, will wissen, was gespielt wird und was in Zukunft auf dem Spielplan steht, will wissen, wer für was verantwortlich zeichnet, wer was Wirklichkeit werden lässt und an welchen Werten sich das Programm der Schule orientiert. Der Begriff Programmatik verlangt nach Fortschreibung.

Das Schulprogramm ist also wesentliches Instrument der Schulentwicklung und macht transparent und nachvollziehbar, dass die Schule über strukturierte Verfahren der Schulentwicklung verfügt. Es nennt die Ziele dieser Schulentwicklung, beschreibt, welche Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele geplant sind, definiert die Gelingensbedingungen, an denen der Erfolg der Maßnahmen gemessen wird und wie und von wem sie gemessen werden sollen (Evaluation). Das Schulprogramm informiert darüber, wer in dem beschriebenen Verfahren in welchem Zeitrahmen agieren soll. Dazu gehört auch das Controlling im Sinne eines Qualitätsmanagements durch schulische Gremien (die Fachkonferenzen, die Teams, die Teamsprecher-Schulleitungssitzungen, der Schulentwicklungsausschuss mit seinen Arbeits- und Steuergruppen, die Schulpflegschaft, die SV und die Schulleitung).

An dieser Stelle ein abgeschlossenes Schulprogramm zu erwarten, würde dem so beschriebenen Charakter eines programmatischen Vorgehens widersprechen. Was erwartet werden darf, ist eine Information über die Grundlagen des Prozesses, über dessen Stand auch immer wieder in schriftlicher Form berichtet werden wird:

Die zu definierenden Ziele leiten sich ab aus den Werten der inklusiven Schule (s. Inklusion):

Bildungsgerechtigkeit

Partizipation

Nachhaltigkeit

Demokratisierung

Gesundheit

Persönlichkeitsentwicklung

  • Eine beispielhafte Maßnahme ist die Einführung der Fünf-Wochen-Konferenz im Schuljahr 2019-20, um den Lehrkräften Zeit und Ort zu geben, sich in ihrer inklusiven und fachlichen Arbeit abzustimmen und gemeinsam Lernpläne (s. Dalton) zu entwickeln.
  • Gelingensbedingungen zu definieren und regelmäßig zu evaluieren ist wesentliche programmatische Aufgabe, um kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele zu erreichen. Entscheidend ist die Frage, ob sich die Schule weiterhin erkennbar und messbar auf das zubewegt, was sie sein will: Gute gesunde Schule gemeinsamen Lernens.

 

Der Slogan des Schullogos „Wir machen Schule!“ könnte auch heißen „Wir entwickeln Schule!

 

 

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