Und dann gab's keines mehr

… Und dann gab’s keines mehr…

Eine anonyme Einladung, eine einsame Insel, ein kaltblütiger Mörder…

Und das nächste Boot kommt erst am Montag.

Agatha Christies Klassiker, dessen ursprünglicher Titel noch „10 kleine Negerlein“ hieß, kam am Donnerstag vor den Osterferien in der Aula der Gesamtschule Weilerswist zur Aufführung. Der Kurs des Faches Darstellen und Gestalten („DG“) des 10. Jahrgangs hatte dieses Stück als Abschlussprojekt gewählt und erntete in der bestens besetzten Aula jede Menge Applaus. Die spannende Kriminalkomödie begann mit der Ankunft von 8 Gästen beim Dienerehepaar Rogers (gespielt von Martha Togusidou und Natascha Hoffmann), doch zu deren Verwunderung treffen sie ihren Gastgeber, einen mysteriösen Mr. Onym, nicht an. Als seltsam empfinden alle die Noten des Kinderliedes „Zehn kleine Negerlein“, die auf dem Flügel liegen.

Schnell stellt sich heraus, dass alle der anwesenden Gäste, die sich an diesem stürmischen Freitag auf der Insel treffen,  mehr als nur eine Leiche im Keller haben.  Eine geheimnisvolle Stimme (Ricarda Zeller) bezichtigt jeden einzelnen,  den Tod von mindestens einem Menschen verschuldet zu haben.

Nachdem der Lebemann Anthony Marston (Ardi Baholli) tot auf dem Klavierhocker zusammengebrochen ist, ahnt Capitain Philipp Lombard (Tabea Schauff), dass dies mit dem vermeintlich harmlosen Liedchen im Zusammenhang steht.

Schnell wird den verbleibenden Gästen klar, dass die Gefahr, die Insel nicht lebend zu verlassen, arg groß ist. Vorsicht und Misstrauen greifen um sich, denn ihnen allen  wird mehr und mehr bewusst, dass der Mörder unter den Gästen ist. Nacheinander sterben die Bediensteten, die gestrenge Lady Emily Brent (Charlotte Berg) und der schrullige General Mackenzie (Paula v.d. Linden) – keines natürlichen Todes und streng nach den Strophen des Kinderliedes. Als der durchgedrehte Psychiater Dr. Armstrong (herausragend gespielt von Erika Dück) auch noch den Tod des Privatdetektivs Blore (Laura Kipp) und des Staatsanwalts a.D. Wargrave (Lisa Arenz) festgestellt hat und selber von der Klippe stürzt, verbleiben Vera Claythorne (Marie Flick) und Lombard, deren Romanze damit endet, dass Vera ihn in Panik erschießt. Der totgeglaubte Wargrave schließlich betritt die Bühne und klärt Vera auf, er habe jeden der Anwesenden seiner gerechten Strafe zugeführt, bevor er Vera einen Strick reicht und selber  eine Zyankalikapsel zerbeißt. Sie möge nun entscheiden, ob sie sich selber richtet oder der Polizei erklären möchte, dass sie - allein mit neun Leichen – nicht die Mörderin sei. 

Sichtlich Spaß am Spielen hatten die DG-Schülerinnen an diesem Abend, die von den Beleuchtern Michelle Lohr und Annika Schulz, die auch die Gruppe der Bühnenbildner geleitet hatten, kunstvoll in Szene gesetzt wurden. Hinter der Bühne sorgten Julian Wein, Moureen Dreymüller und Sarah Engel für einen reibungslosen Ablauf, während Souffleur Max Bartsch sich zuweilen als Retter erwies, wenn der umfangreiche Text nicht mehr genau dem Rollenheft entsprach.

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