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Psychologie

Ein außergewöhnliches Fach erobert die Schulen?!

Auch wenn in vielen Gebieten von Nordrhein-Westfalen der obige Satz leider noch mit einem Fragezeichen versehen werden muss, steht hier bei uns an der Gesamtschule ohne Zweifel ein ganz dickes Ausrufezeichen an der entsprechenden Stelle! Das Fach, in dem es sinngemäß übersetzt um die „Seelenkunde des Menschen“ geht, ist bei uns – nicht nur in der Oberstufe – ein fester Bestandteil des Stundenplans. Bereits im WP-II-Jahrgang der Jahrgangsstufe 9 werden die Schülerinnen und Schüler, die das Fach Mediation/Patenausbildung wählen, mit einigen für die Ausübung dieses wichtigen Amtes nötigen pädagogisch-psychologischen Aspekte vertraut gemacht, so z.B. mit den Grundlagen verbaler und non-verbaler Kommunikation oder ausgewählten Aspekten der kognitiven Entwicklung. Im WP-II-Kurs des zehnten Jahrgangs geht die Ausrichtung dann schon deutlicher in fachspezifische Bereiche, wie auch der Name Psychologie/Pädagogik schon andeutet. Dieser Kurs soll vor allem die Schüler ansprechen, die nach dem Schulabschluss eine Ausbildung im erzieherischen oder sozialen Bereich anstreben bzw. in der Oberstufe das Fach Psychologie anwählen wollen. Schwerpunkte im zehnten Jahrgang sind die pädagogische Psychologie, die Entwicklungspsychologie sowie ausgewählte Aspekte aus anderen psychologischen Hauptströmungen.

Ab dem 11. Jahrgang, mit dem Beginn der gymnasialen Oberstufe, rücken dann die unterschiedlichen psychologischen Sichtweisen, die sogenannten Paradigmen, in den Mittelpunkt der Betrachtung. Werden in diesem ersten Oberstufen-Jahr zunächst mit ausgewählten Theorien die Sichtweisen des Behaviorismus, des Kognitivismus, der Ganzheitspsychologie, der Tiefenpsychologie und der Psychobiologie dargestellt, so geht es in der Qualifikationsphase im 12. und 13. Jahrgang darum, basierend auf der Obligatorik für das Zentralabitur, diese Paradigmen, angekoppelt an die exemplarisch ausgewählten Hauptströmungen der Sozialpsychologie, der Klinischen Psychologie und der Persönlichkeitspsychologie, zu vertiefen.

Dabei wird für die Schülerinnen und Schüler schnell klar, dass die Beschäftigung mit der Seele des Menschen weit weniger nebulös und spirituell ist, als es die reißerischen Fernsehsendungen oder Serien unter dem Deckmantel der Psychologie oft versprechen. Psychologie hat nämlich nicht im Geringsten etwas mit Geisterbeschwörung, parapsychologischer Trickserei oder Showhypnose zu tun, sondern ist eine theoretisch fundierte und den strengen Gesetzen der Wissenschaftlichkeit unterworfene Fachdisziplin. Das bedeutet, dass es eine klare Unterscheidung zwischen „naiver“ und „wissenschaftlicher“ Psychologie gibt, die in besonderem Maße für die Schülerinnen und Schüler wichtig ist, denn: „naive“ Psychologen sind wir quasi von Geburt an, wir beurteilen unsere Mitmenschen in jeder Lebenslage, wir wissen, warum sich Menschen in bestimmten Situationen so und nicht anders verhalten, wir haben zudem auch eine klare Meinung darüber, was normal ist und was nicht – aber wer sagt uns, dass dies auch wirklich stimmt?

Genau das ist Aufgabe der wissenschaftlichen Psychologie! Sie liefert Antworten auf die vielen Fragen, die dem Menschen in seinem alltäglichen Leben begegnen, sie gibt theoretische Erklärungen für Phänomene, die uns zunächst unerklärlich erscheinen, sie analysiert das menschliche Verhalten auf ganz unterschiedlichen Ebenen und zeigt damit ständig auf, dass selbst so etwas Komplexes und scheinbar Unerklärliches wie das Wunderwerk Mensch untersucht und eben doch erklärt werden kann. Damit gehört die Psychologie sicherlich zu den wenigen Unterrichtsfächern, in der alle, Schüler und Lehrer, in jeder Stunde wieder Neues über sich, ihre Umwelt und andere Menschen lernen. Und wenn dieses Lernen dann sogar dazu führt, dass Schüler am Ende der Jahrgangsstufe 13 verständnisvoller und aufgeklärter sich und ihren Mitschülern und Mitmenschen gegenüber geworden sind, dann hat das Fach Psychologie ganz viel erreicht.

So bieten wir an unserer Schule die Möglichkeit, sich persönlich von der Faszination der Psychologie zu überzeugen.

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